UniFi / Ubiquiti

Was kostet ein UniFi-System – und lohnt es sich für Zuhause?

Beim Preis von UniFi gibt es zwei Reaktionen. Die einen finden es teuer im Vergleich zur Fritzbox, die sie schon haben. Die anderen rechnen nach und stellen fest, dass ein gutes Mesh-Set aus dem Elektromarkt am Ende ähnlich viel kostet und weniger kann. Beide haben einen Punkt. Schauen wir uns echte Zahlen an, statt um den Brei herumzureden.

Grobe Preisrahmen

Die folgenden Beträge sind Hausnummern, Stand 2026, und schwanken je nach Modell und Händler. Sie sollen dir ein Gefühl geben, keine Rechnung ersetzen.

Ein Einsteiger-Setup für eine Wohnung – ein Cloud Gateway plus ein Access Point – liegt grob bei 250 bis 400 Euro. Damit hast du ein vollwertiges, zentral verwaltetes Netzwerk.

Ein Haus-Setup mit Gateway, einem PoE-Switch und zwei bis drei Access Points landet eher bei 600 bis 1.200 Euro, je nachdem wie viel WLAN-Fläche und wie viele Anschlüsse du abdecken musst.

Ein Finca- oder Gewerbe-Setup mit mehreren Access Points, einem größeren Switch, ordentlicher Verkabelung und womöglich ersten Kameras beginnt im niedrigen vierstelligen Bereich und wächst mit dem Anspruch. Hier entscheidet weniger die Marke als die Größe der Fläche.

Die Kosten, an die kaum jemand denkt

Der reine Gerätepreis ist nur ein Teil. Was die Rechnung in der Praxis bewegt, ist die Verkabelung. Ein UniFi-Netz lebt davon, dass die Access Points per Netzwerkkabel angebunden und mit Strom versorgt werden. In einem Neubau ist das eingeplant. In einem alten Fincagebäude mit dicken Steinwänden ist das Ziehen der Kabel oft der größere Posten als die Hardware selbst.

Dafür entfällt eine Kostenart komplett: laufende Lizenzgebühren. Die UniFi-Software ist lizenzfrei, auch für Kameras und Zutritt. Es gibt kein Monatsabo, ohne das die Kameras aufhören aufzuzeichnen. Wer Systeme mit Cloud-Zwang kennt, weiß, was das über die Jahre ausmacht.

Lohnt es sich für Zuhause?

Hier wird mancher Verkäufer unehrlich. Wir nicht.

Für eine kleine Wohnung, in der eine Fritzbox bisher problemlos funktioniert, brauchst du kein UniFi. Es wäre schöner, stabiler und besser zu verwalten – aber wenn nichts klemmt, rechtfertigt das die Investition nicht. Da sagen wir dir lieber direkt, dass du dein Geld behalten kannst.

Richtig lohnen tut es sich, sobald eines davon zutrifft: Dein Haus ist groß oder verwinkelt, und ein einzelner Router kommt mit dem WLAN nicht hinterher. Du hast viele Geräte, Smart-Home-Technik oder Gäste, die du sauber trennen willst. Du willst Kameras oder Zutritt dazunehmen und nicht drei verschiedene Systeme pflegen. Oder du bist es einfach leid, dass das WLAN am anderen Ende des Hauses abbricht.

In diesen Fällen zahlst du nicht für ein Statussymbol, sondern für ein Netz, das durchhält und mitwächst. Und genau das ist auf einer Finca mit Pool, Nebengebäude und Ferienvermietung oft der Unterschied zwischen „läuft” und „ständig Ärger”.

Wenn du unsicher bist, in welche Kategorie dein Zuhause fällt: Schreib uns kurz, was du hast und was nervt. Dann sagen wir dir ehrlich, ob sich der Schritt für dich rechnet.

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