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Ubiquiti hat mit der Veröffentlichung von UniFi Network 10.1 einen klaren Fokus gesetzt: felsenfeste Zuverlässigkeit. Dieses Update richtet sich besonders an Betreiber großer und komplexer Netzwerke, bei denen Stabilität an oberster Stelle steht. Aber auch für kleinere Setups bringt es Funktionen mit, die das Leben deutlich leichter machen.

Hier ist ein Überblick über die spannendsten Neuerungen:

1. High Availability – Neu gedacht

Die Einrichtung von Hochverfügbarkeit (High Availability) war früher oft mit Rätselraten verbunden. Network 10.1 ändert das grundlegend. Das neue System führt dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung eines “Shadow Gateways” (Schatten-Gateways).

  • Geführtes Onboarding: Eine neue Benutzeroberfläche leitet dich durch den Prozess.

  • Automatische Prüfung: Das System checkt Firmware-Gleichheit und Voraussetzungen automatisch.

  • Echte Synchronisation: Konfigurationen werden in Echtzeit abgeglichen.

  • Validierung: Vor einem Failover wird alles geprüft, sodass Redundanz nicht nur angenommen, sondern verifiziert ist.

2. Der “WiFi Doctor” ist da

Probleme mit der WLAN-Performance manuell zu suchen, kann mühsam sein. Der neue WiFi Doctor automatisiert diesen Prozess. Mit einem einzigen Klick erkennt und behebt das Tool häufige Verbindungsprobleme im Hintergrund. Das Ziel: besseres Roaming, stabile IoT-Verbindungen und allgemeine Netzwerkoptimierung ohne stundenlanges Analysieren von Logs.

3. Smartere Roaming-Einblicke

Der AirView-Bereich wurde massiv aufgewertet. Du kannst nun die “Reise” eines Client-Geräts durch dein Netzwerk visualisieren.

  • Granulare Filter: Filtere nach Quell- und Ziel-Access-Points oder Frequenzbändern.

  • Handlungsempfehlungen: Die Daten zeigen klar, wo du vielleicht die AP-Dichte erhöhen musst oder wie das assistierte Handoff (“Assisted Handoff”) getunt werden sollte, um Clients nahtlos zu übergeben.

4. Sinnvolle Detailverbesserungen

Neben den großen Features gibt es viele kleine “Quality of Life”-Verbesserungen:

  • LEO-Satelliten-Sichtbarkeit: Verbesserte RF-Sichtbarkeit für Starlink & Co., ohne separate Apps.

  • Device Tags: Schnelleres Filtern und Navigieren durch Geräte-Tags.

  • System-Logs: Bessere Filteroptionen für Systemprotokolle, um schneller relevante Ereignisse zu finden.

  • AP Name Broadcasting: Optionales Aussenden des AP-Namens für Site Surveys.

5. Zentralisierung mit dem UniFi Site Manager

Ein großer Schritt in Richtung Unified Operations: Der UniFi Site Manager (aktuell im Early Access) erlaubt eine zentralisierte Verwaltung über verschiedene Standorte hinweg. Dies ermöglicht eine breitere Sichtbarkeit und Kontrolle und bringt das “Fabric Management” auf eine neue Ebene.

Fazit:

UniFi Network 10.1 wirkt weniger wie ein reines Feature-Feuerwerk, sondern wie ein erwachsenes Update für Profis. Es nimmt die Komplexität aus kritischen Bereichen wie Redundanz und Troubleshooting und macht das System berechenbarer – genau das, was Administratoren wollen.