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Cloud Key, Dream Machine oder selbst hosten – wo läuft der UniFi-Controller?

„Brauche ich einen Cloud Key, wenn ich schon eine Dream Machine habe?” Diese Frage taucht in jedem UniFi-Forum auf, und die Antwort hat sich über die Jahre verschoben. Früher war ein eigener Controller fast Pflicht. Heute ist er für viele überflüssig geworden. Beides gleichzeitig stimmt – es kommt darauf an, was du vorhast.

Was der Controller überhaupt ist

Der UniFi-Controller ist die Software, die dein Netzwerk verwaltet. Sie zeigt dir das Dashboard, verteilt Updates, speichert deine Einstellungen und macht aus einzelnen Geräten ein zusammenhängendes System. Wichtig zu verstehen: Diese Software muss irgendwo laufen. Sie ist nicht im Access Point und nicht im Switch. Sie braucht ein Zuhause.

Deine Access Points und Switches funktionieren zwar auch weiter, wenn der Controller mal aus ist – das WLAN bricht nicht zusammen. Aber ohne laufenden Controller siehst du nichts, änderst nichts und bekommst keine Updates. Für ein Netz, das du im Blick behalten willst, sollte er also durchlaufen.

Variante 1: Auf dem Gateway (für die meisten der richtige Weg)

Die einfachste Antwort auf „wo läuft der Controller” lautet 2026 meistens: auf deinem Gateway. Ein UniFi Cloud Gateway wie das UCG-Ultra oder UCG-Max bringt die Network-Software ab Werk mit. Dasselbe gilt für die Dream-Machine-Reihe.

Das heißt im Klartext: Wenn du eines dieser Geräte hast, brauchst du keinen separaten Cloud Key, nur damit dein Netzwerk läuft. Router und Controller stecken im selben Kasten. Genau das macht den Einstieg heute so viel einfacher als noch vor ein paar Jahren.

Variante 2: Der Cloud Key

Der Cloud Key (aktuell die Gen2-Plus-Variante) ist eine kleine Appliance, die nichts anderes tut, als den Controller zu betreiben. Kein Router, keine Firewall, nur Verwaltung.

Wofür dann noch? Zwei Fälle. Erstens, wenn dein Gateway den Controller nicht mitbringt, du aber trotzdem UniFi-Geräte zentral verwalten willst. Zweitens – und das ist der eigentliche Grund, warum es den Cloud Key Gen2 Plus noch gibt – wenn du UniFi Protect für Kameras nutzen möchtest. Der Gen2 Plus hat eine eingebaute Festplatte und kann die Videoaufnahmen direkt speichern. Für ein reines Kamera-Setup ohne großes Gateway ist das nach wie vor eine saubere Lösung.

Die Schlagzeile „der Cloud Key ist 2026 tot” ist also nur halb richtig. Für Netzwerk allein braucht ihn kaum noch jemand. Für Kameras hat er weiter seinen Platz.

Variante 3: Selbst hosten

Du kannst die UniFi-Software auch auf eigener Hardware betreiben. Auf einem kleinen Server, einem Raspberry Pi oder in einem Docker-Container. Ubiquiti stellt den Self-Hosted Network Server dafür kostenlos bereit.

Das ist der günstigste Weg, weil du keine zusätzliche Appliance kaufst. Der Haken: Du bist selbst für Betrieb, Updates und Backups zuständig. Wenn dir der Pi durchbrennt oder die SD-Karte stirbt, ist erst mal Stille. Für technikaffine Leute, die ohnehin einen Heimserver laufen haben, ist das attraktiv. Für alle anderen ist die eingebaute Lösung im Gateway entspannter.

Und die Cloud?

Ein kurzer Hinweis, weil der Name „Cloud Gateway” das nahelegt: Dein Controller läuft trotzdem lokal bei dir zu Hause, nicht auf einem Server von Ubiquiti. Über den UniFi Site Manager kommst du nur von unterwegs aus bequem an dein lokales System heran. Deine Einstellungen und – bei Protect – deine Videos bleiben in deinem Haus. Das ist datenschutzrechtlich ein echter Vorteil und einer der Gründe, warum wir das System auf Mallorca so gern einsetzen.

Kurz zusammengefasst

Hast du ein Cloud Gateway oder eine Dream Machine? Dann läuft dein Controller dort, und du brauchst nichts weiter. Willst du Kameras mit lokalem Speicher und hast kein großes Gateway? Dann ist der Cloud Key Gen2 Plus dein Gerät. Hast du Spaß am Basteln und einen Heimserver? Dann hoste selbst. Alles andere ist eine Frage des konkreten Aufbaus – und die klären wir am liebsten, bevor Hardware gekauft wird.

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